ICH HAB DOCH KEINE ZEIT

Manchmal frage ich mich wirklich, was tun wir uns da eigentlich an? Das Tempo ist überall so hoch, da ist es doch fast ein Wunder, dass wir uns nicht schon vor dem Frühstück überschlagen. Und nach all der Rennerei und vielen Überstunden ist am Ende des Tages trotzdem noch so viel Arbeit da. Unzufrieden und mit dem Versuch, für den nächsten Tag einen besseren Plan aufzustellen, gehen wir dann abends schlafen. 

So oder so ähnlich fühlt es sich manchmal an, wenn ich durch den Terminkalender sehe oder einfach eine Freundin zum Kaffee einladen möchte. War das früher auch schon so oder ist das Leben soviel schneller geworden? Muss ich mich damit abfinden oder habe ich das Heft noch selbst in der Hand? Nein, ganz ehrlich – ich möchte mich nicht leben lassen und entscheide mich einmal mehr ganz bewusst für die freie Wahl, für mich und für meine eigenen Lebensregeln.

Der November ist seit ewigen Zeiten der Monat des Rückzugs. Die Bäume ziehen ihre Kraft und Säfte zurück aus den Ästen hinein in den Stamm und die Wurzeln. Alle anderen Pflanzen in meinem Garten folgen demselben Gesetz der Natur. Wenn ich meine Augen schließe und mir vorstelle, wie der große Baum all seine Kraft tiefer zieht, in die Erde und seine Wurzeln, dann fühle ich für einen Moment selbst diese Ruhe und Kraft. 

Der Monat hat gerade erst begonnen. Zeit des Rückzugs und der Ruhe. Ich kann dem Tag nicht mehr Stunden geben, aber ich kann ihm mehr Aufmerksamkeit und Qualität geben. Ich kann mich jeden Tag für eine Auszeit entscheiden, eine Zeit ohne Radio, Fernsehen, Handy und Internet. Und in dem Moment, in dem die Ruhe laut wird, tickt die Uhr ein wenig langsamer.

Mit herzlichen Grüßen von mir zu dir wünsche ich dir #ZeitFürDich.