Start 9 Allgemein 9 3 Gründe, warum du einem Neuanfang Ü50 ausweichst, obwohl du so unglücklich bist

3 Gründe, warum du einem Neuanfang Ü50 ausweichst, obwohl du so unglücklich bist

Der Wunsch nach einem Neuanfang Ü50 entsteht oft aus Momenten der Enttäuschung. Verletzte Gefühle und tiefe Emotionen führen geradewegs in eine Art Starre. Eine Handlungsunfähigkeit. Schauen wir zunächst kurz auf ein solches Beispiel.

(…) Es ist einer diese Tage, an denen alles in dir nach einem Ende schreit. Du einfach nur weglaufen und neu anfangen möchtest. Dabei fühlte sich gestern alles noch so gut an. Nach dem letzten Gespräch hattest du gehofft, dass jetzt endlich alles gut würde. Wie so oft hattest du dich aufgerappelt und zuversichtlich Pläne für das gemeinsame Wochenende gemacht.

Jetzt ist das wieder nur Geschichte. Ein schlichtes „Nein“ und die Tür fällt ins Schloss. Fassungslos, enttäuscht und grenzenlos traurig bleibst du zurück. Das war jetzt alles? Kein Grund, keine Option, einfach „Nein“?

Halte ich das nochmal aus?

Während die Tränen laufen siehst du dich um und suchst Halt. Den findest du hier aber nicht. Also schiebst du den Schmerz weg, schluckst ihn einfach runter. Du willst nicht untergehen. Stehst auf und tust die Dinge, die du gewohnt bist. Aufräumen, Kuchen backen oder mit dem Hund gehen. Egal was, Hauptsache weg vom Moment der Demütigung.

Diese Woge dauert eine Zeit, der Kopf ist leer und das Herz brennt. Du hast doch alles getan und das reicht wieder nicht? Warum fällt es dir so schwer, endlich Konsequenzen zu ziehen? (…)

Es gibt natürlich immer viele persönliche Aspekte, warum wir in Situationen wie dieser nicht konsequent reagieren. Die folgenden drei Gründe zeigen sich allerdings immer wieder, so dass ich sie hier bewusst mache.

1. Grund: Für den Neuanfang fehlt Selbstvertrauen

Veränderungen sind immer herausfordernd. Sie beginnen da, wo die eigene Komfortzone endet. Und überhaupt, zeigen sich da oft Gedanken wie: All das habe ich mühevoll aufgebaut, das gebe ich doch jetzt nicht auf? Das verliere ich dann alles! Jetzt will ich das auch nicht mehr, es muss doch irgendwie klappen.

Die Folge limitierender Glaubenssätze

Mangelndes Selbstvertrauen zeigt sich immer wieder als eine Ursache, wenn Frauen Ü50 fälligen Entscheidungen ausweichen und Angst vor Neuem haben. Die Gefahr dieser Situation liegt darin, dass der Schritt in die Opferrolle sehr klein wird. Ohne es zu bemerken wächst ein Gefühl der Ohnmacht. Immer seltener werden neue Dinge probiert, Widerworte gegeben oder gar Stellung bezogen. Eine Abwärtsspirale, die erst dann bemerkt wird, wenn die Schmerzgrenze überschritten ist.

Spät, aber nicht zu spät

Selbstvertrauen ist wie ein Muskel. Wenn wir Mut, Veränderung und Herausforderungen trainieren, dann stärken wir das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Es ist also durchaus möglich, dass wir aus eigener Kraft alte Muster verlassen und die damit verbundenen, limitierenden Glaubenssätze auflösen. Das Gute an der Erkenntnis ist, dass es tatsächlich eine Frage der Übung ist. Mut zur Veränderung ist nötig und Selbstvertrauen der Lohn.

2. Grund: Ungeprüfte Glaubenssätze erschweren den Neuanfang Ü50

Glaubenssätze an sich sind ja mal grundsätzlich nicht schlecht. Sie dienen als Richtschnur und Wegweiser, wenn sie denn dann unseren eigenen Werten entsprechen. Allerdings folgen wir all zu oft einem Leitfaden, den wir nicht überprüft haben.

Die Erziehung in Familie und Schule hat jeden von uns in das Wertesystem der Gesellschaft eingeführt. Das hat uns geprägt und so entstanden die ersten Glaubenssätze. Durch die persönlichen Erfahrungen, die wir dann im Leben auf unserem Weg gemacht haben, kamen neue Überzeugungen hinzu. Alles woran wir glauben resultiert also aus der Vergangenheit. Im Hier und Jetzt spüren wir aber, wenn das für uns nicht mehr stimmig ist – oder vielleicht nie war.

Diese Begrenzungen entwickeln sich weiter, verschieben sich im Laufe des Lebens ein bisschen und ganz unbewusst folgen wir dabei unserem persönlichen Muster. Glaubenssätze aus der Kindheit über Kleinheit, Schwäche etc. wirken im Hintergrund auch bei uns Erwachsenen, wenn wir uns ihrer nicht bewusst sind und sie nie aufgelöst haben. Die Kleinheit bleibt, der Ausdruck ist ein anderer.

3 typische Glaubenssätze reifer Frauen

  • Ich bin zu alt, um mich auf Neues einzustellen.
  • Ich bin es nicht wert.
  • Ich habe die Chancen in meinem Leben verpasst.

So, oder so ähnlich klingt es, wenn Stagnation, Resignation und negative Gefühle erklärt werden. Alles scheint Hand und Fuß zu haben, gleichzeitig aber hoffnungslos und extrem schmerzhaft zu sein. So weh es auch tut, am Ende ist es der Schmerz, der zum Umdenken führt. Glaubenssätze verursachen Blockaden oder Begrenzungen, weil wir sie nicht überprüfen und ausmisten, obwohl wir leiden.

Auch hier gilt, wie bei fehlendem Selbstvertrauen: Es ist alles eine Frage der Übung. Schau hin, wenn der Schmerz aufkommt. Was hat ihn ausgelöst? Was hast du gedacht? Welcher deiner Werte wurde gerade verletzt. Was genau sind eigentlich deine Werte?

Wenn du jetzt unsicher bist, weil du dir bisher keine großen Gedanken über die eigenen Werte gemacht hast, dann empfehle ich dir das nachzuholen. Deine Werte sind der Schlüssel zu mehr Kraft, Selbstvertrauen und der Fähigkeit, Glaubenssätze aufzulösen. Wenn du magst, hör dir dazu mein Audio an: Deine Kraftquellen

3. Grund: Du hast eine falsche Vorstellung vom Neuanfang

Der letzte Grund hat es wirklich in sich. Vor welchem Neuanfang hast du eigentlich Angst? Welchem Neu weichst du aus?

An dieser Stelle wird oft sehr deutlich, dass der vermeintliche Neubeginn viel zu groß gedacht wird. Altes zu entrümpeln oder auszumisten bedeutet zunächst einmal, herauszufinden was noch gut ist und was nicht. Wer wirft denn bitte schön den ganzen Inhalt seines Kleiderschrankes weg, nur weil ein neues Outfit nötig ist?

Übernimm wieder die Führung

Entscheide dich selbstbewusst für das Beste

Und genau darin liegt auch der Grund, warum du bisher kein klares Ja zum Neuanfang Ü50 sagen konntest. So wie der Neubeginn in deinem Kopf offenbar definiert ist, passt er noch nicht zu dem, was du wirklich willst. Das ist keine Aufforderung für einen faulen Kompromiss, sondern ein gesunder Schutz vor einer Katastrophe. Du bist vielleicht 50 Jahre alt, oder älter. Vieles in deinem Leben hast du ganz bewusst mit Herz und Verstand erschaffen und genau das ist das Alte, was dir viel bedeutet.

Die anderen Dinge, die heute weh tun, weil die alten Glaubenssätze dich begrenzen, die gilt es mit Selbstvertrauen anzugehen. Sag nicht, ich hab schon alles versucht, denn das ist passé. Alles was du da probiert hast, stand unter dem Einfluss falscher Glaubenssätze und mangelndem Selbstvertrauen. Du hattest ein falsches Selbstbewusstsein. Das ist nicht die beste Ausgangssituation, um Neues zu planen und alten Ballast abzuwerfen.

Neuanfang braucht Klarheit

Mach dir bewusst, dass du viel mehr Optionen hast, als du bisher in Erwägung gezogen hast. Veränderung braucht immer den Mut zum ersten Schritt. Der Weg vom Alten zum Neuen gelingt nachhaltig am Besten, wenn du kleine Schritte machst und dich immer wieder neu orientierst.

Dies ist der erste Teile einer kleinen Artikel-Serie. Beim nächsten Mal erfährst du, wie du die negativen Glaubenssätze aufspüren und auflösen kannst. Wenn du die Serie verfolgen und weitere Infos zu mehr Selbstbewusstsein magst, dann empfehle ich dir Jutta’s Brief.

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